17 Juni 2019

Ausstellung(en) 2019


In diesem Jahr haben wir es leider versäumt, rechtzeitig  auf  Ausstellungen hinzuweisen, an denen wir teilnehmen (es gab zu viel - zum Teil Unvorhergesehenes - anderweitig zu tun).
Deshalb nun im "Nachschlag":
 Nach einigen Jahren Pause waren wir wieder zu Pfingsten auf der Zevener Gitarrenwoche.  












   Das Eröffnungskonzert war ungewöhnlich spannend:  Drei Gitarristinnen, angekündigt als die "Ladypower der modernen Akustikgitarre", boten unter anderem  Crossover und Fingerstyle: Jule Malischke, Karlijn Langendijki und Julia Lange von der Hochschule für Musik Dresden. Das war faszinierend  zu sehen und zu hören.
 

 Später konnten wir dann auch noch Jule Malischke auf unseren eigenen Instrumenten genießen .






















Die Gitarrentage in Vallendar mussten wir absagen; wir hoffen aber, im kommenden Jahr dort wieder teilnehmen zu können(10.-14.Juni 2020).
Die "Rotenburger Gitarrenwoche"  war in diesem Jahr nicht eingeplant; ob es nachdem Ausscheiden des Musikschulleiters Ulf Kröger in diesem Jahr noch die Gitarrentage in Frankfurt/Oder geben wird, wissen wir bisher nicht - schön wäre es!

23 Mai 2018

Ausstellungen 2018



Auch in diesem Jahr  sind wir zu einigen sehr interessanten Gitarrenfestivals als Gitarrenbauer eingeladen:

Vom 24.-27. Mai findet das SICG (Stuttgart International Classic Guitar Festival) in der Stuttgarter Musikhochschule unter der künstlerischen Leitung von Prof. Johannes Monno statt. Wir werden auf dem Festival am Freitag, den 25.05. von 14.00 bis 16.00 Uhr einen Vortrag über den handwerklichen Gitarrenbau halten.  Anschließend sowie am Samstag, den 26.05. stellen wir einige unserer Gitarren
aus.
www.sicg-festival.de

Die Gitarrentage Vallendar werden von Beatrice Borm-Bürgstein organisiert. Dort werden wir am Samstag, den 02. Juni an einer Instrumentenausstellung teilnehmen.
www.gitarrenkultur.de

Die Rotenburger Gitarrenwoche (Leitung Hans Wilhelm Kaufmann, Dirk Lemmermann) findet in diesem Sommer schon zum 36. Mal statt (28.07. bis 05.08.) In diesem Jahr sollen "die großartigen Frauen der Gitarrenszene" gefeiert werden. Die werden hier repräsentiert von  zwei Gastdozentinnen, drei Gitarrenbaumeisterinnen und zwei Komponistinnen. Wir stellen Instrumente am Freitag, den 03.08. aus.
www.rotenburger-gitarrenwoche.de

Und  vom 08.bis 11 November finden die 16. Internationalen Gitarrentage der Musikschulen Frankfurt Oder & Slubice statt, letztmalig unter Leitung von Ulf Kröger.  Wie es weitergehen wird, ist noch nicht klar. Aber wir werden beim Abschiednehmen auf jeden Fall mit einigen unserer Instrumente dabei sein.
www.musikschule-ffo.de


02 August 2016

Festival der Laute 2016 in Frankfurt am Main



Vom 10. – 12. Juni  veranstaltete die Lautengesellschaft e.V. das Internationale Lautenfestival  2016 in Frankfurt. Möglicherweise wäre dieser Termin im kulturellen Großstadtgedränge unter- und an uns vorbeigegangen wenn, ja wenn Margarete nicht in den vergangenen Jahren in einem Flecken am Rand der oberfränkischen Provinz, in der Werkstatt des Lautenbaumeisters Günter Mark,  Freund- und Bekanntschaften geschlossen hätte.
Aus  diesem Kreis hatten sich zwei Münchner während der Festivalzeit zur Einquartierung in der Werkstatt angesagt und uns mit Terminen für Konzerte und Vorträge versorgt. Wir hörten Sigrun Richter mit Werken aus Renaissance und Barock in der Nicolai- , Antony Bailes spielte Musik aus Salzburg und Wien in der Deutschordenskirche.
In der Schirn am Römer fanden Vorträge, Workshops und die gut besuchte Instrumentenausstellung statt.

Wiedersehen in der Instrumentenausstellung: 
Unsere Kollegen, die Gitarrenbaumeister

Vinzenz Bachmayer,
Michael Sander
und Steffen Milbradt
















Wir hörten einen Vortrag über Johann Christian Gottfried Scheidler, Lautenist und Gitarrist in Frankfurt. Er unterrichtete u.a. Marianne von Willemer und trat mit ihr in Konzerten auf. Das Instrument dieser bedeutenden Frau hatten wir uns in einer Ausstellung  im Goethehaus ansehen können, in der ihr lange unterschätzter Anteil am „West-Östlichen Diwan“  gewürdigt worden war.
Für uns bestand eine Pointe darin, dass unsere Werkstattadresse der Hühnerweg 8 ist und nur ein paar Schritte weiter, am Hühnerweg 78 das Denkmal „Willemer-Häuschen“ liegt, damals das Sommerhaus dieser Familie auf der von Gärten und Wingerten belebten Mainseite. Es braucht nicht viel Phantasie sich vorzustellen, wie an schönen Sommerabenden eine gut gespielte Gitarre dort ihre Zuhörer gefunden hat.




21 Dezember 2015

Besonderes aus dem Werkstattleben 2015

Das Jahr ist fast schon wieder vorbei. Einige Momente werden uns in schöner Erinnerung bleiben:



Vor Kurzem hat Margarete eine 10saitige Terzgitarre fertiggestellt – ein seltener Auftrag und deshalb eine spannende Herausforderung. Der Spieler, Dr. Stuehrk, der schon eine 8saitige Terzgitarre von uns spielt, besuchte die Werkstatt, um das neue Instrument in Empfang zu nehmen. Für uns eine schöne Gelegenheit, das Instrument gleich von einem versierten Spieler hören zu können. Es hat uns allen viel Vergnügen bereitet!



 
Ein besonderer Besuch kam im August dieses Jahres: Kevin Loh aus Singapur spielte zunächst mehrere Kindergitarren von uns, dann Konzertgitarren. Wir haben seine Entwicklung über viele Jahre verfolgt. Inzwischen nimmt er an vielen internationalen Gitarrenwettbewerben teil. Persönlich hatten wir ihn und seinen Vater Marcus Loh, der ihn anfangs unterrichtete, bisher nicht kennengelernt. Dieses Jahr hat es endlich geklappt: Auf der Rückreise von einemFestival in Spanien besuchten uns die beiden in der Werkstatt. Kevin hatte Lust, unsere Gitarren auszuprobieren und wir kamen in den Genuss eines wunderschönen Konzertes.



Nicht zum ersten Mal, aber immer wieder gerne waren wir Gast bei den Rotenburger Gitarrentagen. Dieses Gitarrenseminar findet im Landheim Ahausen bei Rotenburg a.d.Wümme statt. Die auf allen Ebenen spürbare besondere Atmosphäre  dieser Veranstaltung ist die seltene Mischung aus konzentrierter Arbeit mit hervorragenden Dozenten in einer freundlich entspannten Grundstimmung und den Aufführungen hochkarätiger Solisten in der schönen, alten Dorfkirche.

In der Ausstellung wurden neben unseren Instrumenten Gitarren aus der Werkstatt von Frank-Peter und Markus Dietrich sowie von Ernie Rissman gezeigt und intensiv probiert.



















Wir wünschen schöne Festtage!












24 April 2015

Zum Tode von Gitarrenbaumeister Gerold Karl Hannabach




Ein strahlendblauer Himmel war der große Rahmen, als am 15 April dieses Jahres der Gitarrenbaumeister Gerold Karl Hannabach auf dem Bubenreuther Waldfriedhof zu Grabe getragen wurde.
Viele Menschen waren dort versammelt. Jeder Platz in der Kapelle war besetzt und bis weit auf den Vorplatz drängten sich Freunde und Bekannte. Die Trauerfeier wurde von Musik begleitet, die auf einem seiner Instrumente gespielt wurde.
In den ausführlichen Nachrufen der Handwerksseite wurde er als überragender Vertreter jener Instrumentenbauer gewürdigt, die nach Krieg und Vertreibung in Westdeutschland wieder an die ehrwürdigen Handwerkstraditionen ihrer böhmischen Heimat anknüpften. Der Gemeindevertreter erinnerte an Hannabachs außerordentlichen Einsatz für öffentliche Belange, an seine Weitsicht und Ausdauer, die ihn mit der Bubenreuther Instrumentenausstellung für immer verbinden.
Wir haben uns an diesem Tag von unserem Lehrmeister und Lebensfreund verabschiedet. Wir haben ihn sehr geliebt und verehrt. Seine Großzügigkeit und Warmherzigkeit, sein umfassendes Wissen, sein Schatz an Geschichten, sein Sinn für Details, sein skurriler Humor werden uns immer im Gedächtnis sein, solange wir denken können.
Er war ein wirklich außergewöhnlicher Instrumentenbauer, der mit seinem Ideenreichtum die Entwicklung der Gitarre in Deutschland vorangetrieben hat und er war ein großartiger Lehrer, stets bereit zu helfen und zu unterstützen; er war penibel, aber kein Pedant. Die Begegnung mit ihm hat unserem Leben eine sehr entscheidende Wendung gegeben.
In all der Trauer gibt es den tröstlichen Aspekt, dass Hannabach nicht nur in seinen Instrumenten weiterlebt, sondern auch in denen seiner Schüler, die er mit seinem Wissen gefördert und mit seiner Arbeit angespornt hat.